Home » Hauptgerichte » Lunchbox » Den Beruf mit der Ernährung vereinbaren und der schnelle Lunch-Burger

Den Beruf mit der Ernährung vereinbaren und der schnelle Lunch-Burger

LunchBurger

Mein größtes Hindernis auf dem Weg zu einer gesunden und veganen Ernährung ist mein Beruf. In der Branche, in der ich arbeite, ist es üblich sich fast täglich mit Kollegen zum Mittag zu verabreden, oft mit Geschäftspartnern zu Abend zu essen, und da man nicht selten auch unterwegs ist, an Flughäfen und Bahnhöfen auf Fast-Food zurückzugreifen. Das haut nicht nur ganz schön ins Portmonaie, sondern auch auf die Hüften. Seit ich meine Ernährung umgestellt habe, fällt es mir aber deutlich leichter auf mein Portmonaie und auf meine Hüften zu achten ;-)

Eine Ernüchterung vorweg: Wenn ich auf Abendterminen eingeladen bin, dann habe ich fast keine Chance ein veganes Essen zu bekommen. Die meisten Restaurants bieten mitlerweile eine große und oft wirklich gute Auswahl an vegetarischen Gerichten an, aber vegan ist noch nicht wirklich in den Küchen der deutschen Restaurants angekommen. Wenn es nicht gerade ein Pasta-Gemüse-Gericht mit Tomatensoße gibt, habe ich deshalb mit mir selbst vereinbart, dass ich bei solchen Events auf vegetarische Gerichte ausweiche. Ich mache das ganze schließlich freiwillig und will mich nicht quälen. Das gilt übrigens auch für Urlaube. Wenn ich in Japan eine Freundin zu ihrer Hochzeit besuche und die Familie mir stolz das Sushi anbietet. Dann esse ich es auch. Ich würde nicht nur sehr unhöflich sein, sondern mich um sehr viele Erfahrungen und Eindrücke bringen, wenn ich da so streng mit mir selbst wäre. Wo es geht, esse ich vegan und vegetarisch. Wo ich Schwierigkeiten bekomme, oder mache, passe ich mich halt an.

Unterwegs kann man je nach Land und Stadt unterschiedlch schwer oder einfach veganes Essen finden. Hier rate ich dazu, einfach die Augen aufzuhalten und immer mal nachzufragen. Je mehr Leute fragen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bald auch mehr Auswahl gibt. Oft bin auch überrascht darüber, das gerade sehr kleine Läden und Familien-Hotels eine große Auswahl an Milchalternativen ect. haben. Sonst habe ich auf geschäftlichen Reisen immer eine Banane in der Handtasche und wenn ich Zeit habe, mache ich mir am Vortag selber Powerriegel (hier kommen bestimmt auch bald Rezepte).

Die meisten Hotelfrühstücks-Buffets fallen weg… da ich aber meist eh lieber etwas länger schlafe, anstatt mir die traurigen Aufbackbrötchen anzutun, ist mir das egal… Nach Möglichkeit buche ich die Zimmer ohne Früstück und gehe vor den Terminen in ein Cafe. In Städten wie London zum Beispiel gibt es erstaunlich viele Cafes, die eine große Auswahl an vegetarischen, veganen und frischen Gerichten in Bio-Qualität anbieten. Hier tobe ich mich immer richtig aus.

Zu Hause auf der Arbeit habe ich mir mitlerweile auch ein gutes Konzept ausgedacht. Ich gehöre zu den Glücklichen, die nicht nur einen Bio-Supermarkt in der Nähe des Büros haben, sondern sogar ein veganes Mittags-Restaurant, das ein wirklich ungaublich vielfältiges Buffet anbietet. Hier verirren sich sogar Kollegen hin, die sonst auf Steaks schwören… Ansonten ist die Süd-Ostasiatische Küche sehr empfehlenswert. Vietnamesen und Thailänder bereiten einem meist jedes Gericht auch mit Tofu und ohne Fischsoße zu. Einfach nachfragen! Und Pasta (ohne Ei) mit Tomatensoße oder Salate mit Essig-Öl (ja Essig ist nicht immer vegan, aber hier bin ich persönlich nicht so pingelig) kann man auch immer essen.

Zwei Mal in der Woche gehe ich nicht zum Mittag, sondern zum einstündigen Lunch-Yoga in meinem Yoga-Studio, das nur einen Katzensprung von meinem Büro entfernt ist. Somit fallen zwei von fünf Mittagsterminen weg. Und mitlerweile habe ich sogar einige Kolleginnen, die mitkommen. Es ist wie immer. Einer muss den Anfang machen!:-)

Danach brauche ich natürlich trotzdem etwas zu essen. Deshalb habe ich angefangen mir Mahlzeiten zu Hause vorzubereiten und bin zur Spezialistin für essen-direkt-aus-dem-Supermarkt-ohne-kochen geworden. Wie dieser Lunch-Burger. Die Zutaten bekomme ich im ganz normalen Supermarkt um die Ecke (ich kann natürlich nicht für alle Supermärkte sprechen). Da wir im Büro nicht kochen dürfen und in unserer Kaffee-Küche gerade mal einen Toaster und einen Wasserkocher haben, sind unsere Möglichkeiten da sehr begrenzt. Aber seht selbst, was für tolle Sachen man sich mit etwas Kreativität machen kann.

Lunch-Burger:

- Toasties oder falls kein Taoster zur Hand ist ein Brötchen vom Bäcker (achtet darauf auch wirklich vegane Brötchen zu kaufen)

- fertiger Hummus

- Avocado

- Tomate

- Blattsalat nach Wahl

- Räuchertofu

- Salz

Hier jetzt die Schritt-für-Schritt-Bilder-Anleitung:

Getoastete Brötchenhälften mit Hummus bestreichen.

IMG_1834

Avocadoscheiben auf die ein Hälfte und Blattsalat auf die andere Hälfte legen.

IMG_1835

Tomatenscheiben auf die Avocadoscheiben und Scheiben vom Räuchertofu auf den Salat legen.

IMG_1843

Etwas Salz auf die Tomaten streuen und etwas Hummus auf den Räuchertofu schmieren. Dann halten die Hälften gut zusammen.

IMG_1846

Beide Hälften zusammenklappen.

IMG_1849

Und fertig ist der leckere schnelle Lunch-Burger.

Die übrig gebliebenen Zutaten entweder am nächsten Tag für einen zweiten Burger aufbewahren, oder mit nach Hause nehmen und Abends einen leckeren Salat zaubern!

IMG_1855

One thought on “Den Beruf mit der Ernährung vereinbaren und der schnelle Lunch-Burger

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>