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Karamellige Kürbis-Butter – genial einfach gemacht!

KürbisButter Titel - loeffelkind.de

Ich habe eine neue große Liebe!! Kürbis-Butter! Ich habe bis zu diesem Rezept noch nie Kürbis-Butter gegessen – ich hatte ja keine Ahnung was mir dabei entgeht! Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich (immer noch) so viel Kürbis aus meinem Garten übrig habe und schlichtweg auf der Suche nach einem Rezept war, das große Mengen Kürbis verarbeitet. Und hier ist es: super einfach, viel Kürbis, wenig andere Zutaten dafür ein wenig Geduld und als Ergebnis eine karamellige, buttrige, lecker gewürzte Kürbiscreme <3

Pumpkin-Butter, wie es in Amerika heißt, ist dort offenbar sehr beliebt und bekannt. Allerdings sind die Amerikaner gegenüber Kürbis-Rezepten sowieso deutlich aufgeschlossener als wir Europäer. Ich hatte keine Ahnung, was das ist und wofür man das benutzen kann (Ideen gibt am Ende des Beitrags). Da man für drei Gläser davon aber ungefähr 1,5 kg Kürbis-Fleisch braucht und ich noch ungefähr 10 kg hatte, dacht ich mir… was solls, das probierst ich mal aus.

KürbisButter 2 - loeffelkind.de

Die Ironie dabei war aber, dass, obwohl Pumpkin-Butter in Amerika so beliebt ist, es wirklich schwierig war ein anständiges Rezept zu bekommen. Offenbar kauft man das in Amerika von den Farmern (oder natürlich im Supermarkt) direkt. Und wer Kürbis-Butter selbst machen möchte, kauft fertigen Kürbis-Püree in Dosen und arbeitet dann damit weiter. Das kam ja für mich nun nicht in Frage – ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es Kürbispüree in Deutschland nicht fertig in Dosen zu kaufen gibt. Also habe ich mir aus vielen Rezepten und Forumseinträgen einfach das Beste zusammen gesucht und mir mein eigenes Rezept einfallen lassen. Und es schmeckt mir seeeeeehhhhhr gut :)

KürbisButter trio - loeffelkind.de

Kürbis-Butter (ca 3-4 Marmeladengläser):

- 1,5 kg Kürbisfleisch (ich habe Muskatkürbis genommen, der sich mit seiner tollen Muskat-Note hervorragend dafür eignet)

- 150 g Mascobado-Zucker (oder anderen Rohrzucker)

- 150 ml Apfelsaft (am besten naturtrüb und Direktsaft)

- nach Belieben würzen mit Zimt und Ingwer-Pulver oder direkt mit Spekulatius-Gewürz und etwas Vanillemark

Zuerst muss man den Kürbis im Backofen weich backen. So lässt er sich auch besser schälen und schneiden. Hierzu habe ich den Backofen auf 200°C Ober/Unterhitze aufgeheizt, den großen Muskatkürbis einfach halbiert und eine Hälfte mit der Schnittseite auf ein Blech gelegt. Nach ca 20 Minuten backen war der Kürbis weich genug um das Fleisch mit einem Löffel von der Schale zu kratzen, allerdings kann die Backdauer je nach Größe, Sorte und auch Festigkeite des Kürbisses variieren. Probiert es einfach mal aus! Das Kürbisfleisch zusammen mit dem Apfelsaft und dem Zucker in einen Topf geben und alles zusammen aufkochen lassen. Dabei immer schön umrühren, damit das Kürbisfleisch nicht anbrennt. Solange kochen, bis das Kürbisfleisch richtig weich ist (ca. 30 Minuten). Den Topf vom Herd nehmen und die Kürbis-Apfelsaft-Zucker-Mischung in Etappen im Hochleistungsmixer super-fein pürieren. Danach das Püree zurück in den Topf geben, nach Belieben mit etwas Zimt, Ingwerpulver und Vanillemark würzen und weitere 1 1/2 Stunden im locker abgedeckten Topf leicht köcheln lassen. Die Mischung brennt eigentlich nicht an, ich habe trotzdem immer mal umgerüht und das Püree vom Topfrand gekratzt. Die Kürbis-Butter reduziert sich fast auf die Hälfte. Dadurch bekommt sie die tolle cremig-buttrige Konsistenz und den intensiven Geschmack. Wenn ihr der Meinung seid, dass die Butter gut ist (ich hab es 1 1/2 Stunden mit leicht offenen Deckel, weil es wie Teufel spritzt, köcheln lassen) die noch heiße Mischung in gut gereinigte Marmeladengläser geben, Deckel drauf geben und wie bei Marmelade ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Ich habe einen Teil der Kürbis-Butter eingefroren, weil ich mehrfach gelesen habe, dass die Butter sich aufgrund des niedrigen Zucker- und Säure-Anteils nicht solange hält wie Marmelade, dafür aber gut einzufrieren ist. Die anderen Gläser habe ich im Kühlschrank aufbewahrt und esse da jetzt schon drei bis vier Wochen dran, ohne dass die Kürbis-Butter schlecht geworden ist…

KürbisButter 1 - loeffelkind.de

Bestimmt fragt ihr euch jetzt was man mit Kürbis-Butter überhaupt anstellen kann ;-) Ich liebe es zu warmen Croissants oder zusammen mit Mandelmus auf Toast und Brötchen. Noch besser ist Kürbis-Butter aber zu Porridge!!! Ich werde nächste Woche ein super leckeres Rezept für ein klasse Herbst-Porridge posten – natürlich mit Kürbis-Butter. Ich habe auch einen Kuchen gebacken und ihn vor dem Backen einfach mit Kürbisbutter bestrichen. Ebenfalls genial. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Butter super zu Waffeln oder Pfannkuchen schmeckt. Man soll damit auch tolle Milch-Shakes machen können. Ihr seht also, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

 

 

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