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Kürbis-Thymian-Tarte

Kürbistarte Titel - loeffelkind.de

brrrrr… was ist das plötzlich kalt und ungemütlich geworden! Schlagartig ist der Sommer vorbei, und morgens ist es jetzt sogar noch dunkel wenn ich aufstehe. Aber der Herbst hat ja auch seine schönen Seiten, und eine davon ist die großartige Herbstküche. Also ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit ein paar Herbstgerichten zu starten. Und was ist mehr Herbst als ein Kürbis!? Ich bin einfach total fasziniert von diesem Gemüse. All die Formen, Farben und verschiedenen Größen und noch dazu sind Kürbisse absolut nicht anspuchsvoll im Anbau. Sie wachsen einfach so vor sich hin und nach ein paar Wochen kann man die riesigen Früchte ernten! In den letzten paar Wochen war bei uns Erntezeit und jetzt habe ich jede Menge Kürbisse zu verwerten. Also könnt ihr euch auf viele Kürbis-Rezepte freuen. Und den Start macht hier eine sehr einfache, aber seeeeehhhhr leckere Kürbis-Thymian-Tarte.

In meinem Garten von “meine Ernte” habe ich im Frühjahr hochmotiviert drei verschiedene Kürbissorten gepflanzt; ein Butternuss-Pflänzchen, den klassischen Hokkaido und ein französischen Muskatkürbis. Ich habe dabei wohl unterschätzt wie sehr Kürbis wuchert, wenn man ihn nicht im Zaum hält… Als ich nach einigen Wochen des Nichts-tuns mal wieder in den Garten gefahren bin, hat mich fast der Schlag getroffen. Da lagen Unmengen von Kürbissen in allen Formen und Größen!!! Wie ich das Zeug dann zum Auto geschleppt habe, könnt ihr hier lesen. Jetzt habe ich jedenfalls eine ganze Menge Kürbisse zu Hause liegen. Gott sei Dank halten die sich ein paar Wochen und ich muss nicht alle auf einmal verwenden.

KürbisErnte - loeffelkind.de

Kürbis ähnelt geschmacklich ja eher einer Süßkartoffel und ist deshalb eine, wie ich finde, sehr vielfältige Frucht (Frucht? Gemüse?). Man kann das milde Fruchtfleisch eines Kürbis sowohl in deftigen Gerichten, wie auch in süßen Gerichten verwenden, und es passt genau so gut in die klassische, “europäische” Küche, wie auch in exotischere Gerichte. Deswegen lohnt es sich, einfach mal etwas herumzuexperimentieren. Hokkaido hat den Vorteil, dass man ihn nicht schälen muss. Der Muskatkürbis hatte ein etwas weicheres Fruchtfleisch als der Hokkaido und ließ sich deshalb ebenfalls sehr leicht verarbeiten. Wie der Name schon sagt, hatte er auch einen wirklich interessanten Muskat-Geschmack. Gut für Suppen oder zu Kartoffeln. Den Butternuss-Kürbis habe ich noch nicht verarbeitet… ich liebe die Form von Butternuss-Kürbissen! Deswegen möchte ich ihn so lange angucken, wie möglich :))

Kürbistarte 2 - loeffelkind.de

Kürbistarte trio - loeffelkind.de

Für die Kürbistarte habe ich einen Hokkaido genommen und ungefähr die Hälfte verbraucht. Das Aufschneiden von Kürbissen kann recht anstrengend sein, deswegen sollte man immer eine schwere, stabile Schneideunterlage verwenden und ein großes, scharfes Messer. Seit ich mir mal beim Gemüse-Schneiden fast den halben linken Ringfinger abgehackt habe, bin ich deutlich vorsichtiger geworden. Damals war der Schnitt so tief, dass es stundenlang nicht aufhören wollte zu bluten, und ich habe bis heute nur noch ein taubes, kribbeliges Gefühl in der Fingerspitze… Also vorsicht an der Gemüse-Schnibbel-Front!!

Kürbistarte 1 -loeffelkind.de

Diese Kürbistarte ist recht bodenständig und kommt ohne viel Schnick-Schnack aus. Frischer Thymian passt super zum Kürbis und sorgt für das gewisse Etwas. Wer keine Zeit oder Lust hat, sich Cashew-Creme selber zu machen, kann auch einfach eine Soja-Creme oder Sahne nehmen.

Kürbis-Thymian-Tarte (eine große Tarte-Form von ca 28 cm Durchmesser):

- eine Packung fertigen frischen Blätterteig (die meisten fertigen Blätterteige sind tatsächlich vegan!)

- 1/2 – 1 Hokkaido-Kürbis (oder anderen Kürbis nach Wahl)

- 50 g Cashewkerne für die Creme (alternativ ein halbes Päckchen Soja-Sahne)

- 3 El Würz-Hefeflocken

- etwas Salz

- einige Stiele frischen Thymian

- etwas Margarine (Alsan) und Maisgrieß zum Einfetten der Form

Die Cashewkerne einige Stunden in Wasser einweichen (es geht auch ganz gut ohne Einweichen, aber nur mit einem guten Hochleistungs-Mixer!) Den Backofen auf 200° C Ober/Unterhitze aufheizen. Die Tarte-Form mit etwas Alsan einfetten und Maisgrieß darauf rieseln. So lässt klebt die Tarte später nicht an der Form fest. Den Blätterteig ausrollen und in ein Quadrat schnibbeln oder so in Form ziehen, dass es die Form gut ausfüllt. Jetzt den Blätterteig in die From heben und leicht andrücken. Überstehende Ränder einfach mit einer Schere abschnibbeln und wenn nötig an anderer Stelle wieder andrücken. Den Hokkaido waschen und in der Mitte teilen. Mit einem Löffel aus einer Hälfte die Kerne kratzen. Jetzt die Kürbishälfte in Scheiben schneiden, ungefähr 0,5 cm breit. Die Tarte-Form gleichmäßig mit den Kürbis-Scheiben auslegen. Die Cashewkerne abgießen und mit 100 ml frischem Wasser, 3 El Würz-Hefeflocken und 1 Tl Salz im Mixer auf der höchsten Stufe zu einer Creme pürieren (alternativ 100 ml Soja-Sahne mit Hefeflocken und Salz mischen). Die fertige Creme über die Kürbisspalten gießen, sodass die gesamte Tarte mit der Creme benässt ist. Die Blätter von den Thymianstielen zupfen und über die Tarte verteilen. Jetzt muss die Tarte für ca 20 Min bei 180-200°C Ober/Unterhitze in den Ofen. Wenn der Blätterteig goldig wird und die Kürbis-Spalten weich sind, ist die Tarte fertig. Eventuell noch etwas grobes Meersalz und frischen Thymian drüber streuen. Die Tarte schmeckt sowohl warm, als auch kalt sehr gut!

Kürbistarte duo - loeffelkind.de

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