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Mandelmilch

Mandelmilch Titel - Loeffelkind.de

Ich liebe meinen Kaffee am Morgen. Der Geruch von Kaffee erinnert mich immer an Wochenende, wenn ich nach dem Aufwachen noch lange im Bett liegen bleiben kann, während mein Freund das Frühstück vorbereitet. Wenn er dann Kaffee kocht und dieser Geruch zu mir ans Bett zieht … mhhhhhh … das ist wunderbar. Zugegeben, wie in einem kitschigen Werbespot. Aber wunderbar …
Am liebsten ist mir mein Kaffee mit etwas aufgeschäumter Milch. Keine Ahnung, wie ein Barista das nennen würde. Cappuccino? Latte Macchiato? Einfach eine Tasse Kaffee mit etwas aufgeschäumter, warmer Milch. Wobei der Milchschaum für mich einfach ein Fun-Faktor ist.
Da normale Milch ja nun mal nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich bei der Umstellung erst mal auf Sojamilch konzentriert. Ich persönlich mag Sojamilch ganz gerne. Der leicht süßliche, getreidige Geschmack gefällt mir ganz gut. Ich kenne allerdings viele, die Sojamilch entweder nicht vertragen, oder die sagen, sie würde nach Pappe schmecken. Außerdem habe ich festgestellt, dass Sojamilch nicht in Puddings, Kuchen oder Haferbrei schmeckt. Da ist der Geschmack einfach zu penetrant. Also habe ich eine Alternative ausprobiert und Mandelmilch gekauft, die ebenfalls ganz gut im Kaffee schmeckt. Nachdem ich vielfach gelesen habe, dass man die auch sehr einfach selber machen kann und das sogar besser als die gekaufte Variante schmecken soll, habe ich mal ein bisschen rumexperimentiert, und dabei ist dieses Rezept für eine grandios leckere, süßliche, vanillige Mandelmilch entstanden.

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Mandelmilch (ca 300 ml):

- 100 g Mandeln

- 1-2 EL Agavendicksaft

- 1/2 Vanilleschote

- etwas Salz

- etwas Zimt

Die Mandeln über Nacht in Wasser einweichen, so dass sie schön weich aufquellen und sich besser pürieren lassen. Am nächsten Tag die Mandeln mit frischem Wasser abspülen und zusammen mit 300 ml Wasser, dem Agavendicksaft, der halben Vanilleschote, einer Prise Salz und einer Prise Zimt in den Mixer geben. Das Ganze auf der höchsten Stufe so fein wie möglich pürieren. Anschließend muss die Milch durch ein Leinentuch oder ein feines Netz gegossen werden. Ich benutze einfach ein Wäschenetz. Das funktioniert perfekt und ist nicht so eine Sauerei wie mit einem Leinentuch ;) Das Netz so stark wie möglich auspressen, so dass nur noch das beim Mixen enstandene Mandelmehl im Netz bleibt. Das Mehl kann man ein paar Tage aufbewahren und gut zum Backen oder für Pesto verwenden, s. Tomaten-Mandel-Pesto. Die Milch hält sich locker eine Woche im Kühlschrank und muss vor dem Verbrauch gut durchgeschüttelt werden.

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Ich finde diese Mandelmilch wirklich super, auch wenn es für mich für den täglichen Kaffee-Gebrauch zu aufwendig ist. Hin und wieder, als kleines Bonbon, gönne ich es mir, zumal sie gerade pur sowie in Gebäck und Haferbrei einfach nur suuuuuper lecker schmeckt.

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5 thoughts on “Mandelmilch

  1. Liebe Sina, mein erster Kaffee mit selbstgemachter Mandelmilch. :) ich kann gar nicht beschreiben wie lecker ich die finde. :) viel, viel besser als die Gekaufte.
    Wie lebt man bei euch als Veganer? Hier im Norden trifft man auf völliges Unverständnis.
    Viele liebe Grüße auch an deine Mama ( die sehr stolz auf deinen Block ist) Heike

  2. Hallo Heike, ich liebe diese Mandelmilch! Daraus kann man bestimmt auch super Kakao machen ;-)
    Ich glaube, je größer die Stadt in der man lebt, desto leichter fällt einem das “vegan-sein”. Hier in Düsseldorf gibt es ein großes Angebot für Veganer. Vom veganen Supermarkt, über Restaurants hin bis zur Eisdiele. Ich kann mich in der Hinsicht also nicht beschweren :-) Allerdings treffe ich bei einigen meiner Kollegen auf völliges Unverständnis und leider neigen gerade viele von den älteren Herren dazu, meine Ernährungsweise regelrecht lächerlich zu machen. Besonders lustig ist das dann, wenn sehr, sehr dicke Männer mir erklären, ich würde mich ungesund ernähren…
    Ich kann mir das nur damit erklären, dass sich diese Menschen durch meine Ernährung angegriffen fühlen müssen. Obwohl ich nie belehre, oder moralisiere, sehen sich viele Leute durch mich mit der unangenehmen Wahrheit konfrontiert, dass sie zu viel Fleisch essen (was ihre eigene Gesundheit betrifft) bzw. dass sie ihr Fleisch dann auch noch aus Quellen beziehen, über die sie sich keine weiteren Gedanken machen. Sich dieser Wahrheit zu stellen, ist sehr viel unbequemer, als sich einfach über diejenigen lustig zu machen, die sich damit auseinandersetzen.
    Das ist leider das Kreuz, das “Pioniere” jeder Art zu tragen haben. Wer etwas Neues anstößt, muss sich diesem Unverständnis stellen. Umso mehr können wir uns freuen, wenn wir feststellen, dass sehr viele Leute sich auch ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen. Ich freue mich sehr, dass viele meiner nicht-veganen Freunde und Bekannte meine Rezepte ausprobieren und mir positives Feedback geben!
    Ich hoffe Du lässt Dich nicht von diesem Unverständnis verunsichern ;-)
    Ganz liebe Grüße
    Sina

  3. Hallo Sina,

    nun habe ich auch endlich mal die Mandelmilch probiert, hatte schon oft davon gelesen. Ich finde, sie ist super einfach herzustellen. Ich brauche nicht wirklich ein Ersatz für Milch, aber im Müsli ist die Mandelmilch genial lecker. Im schwarzen Tee ging es gar nicht, im Kaffee habe ich es noch nicht probiert. Ich kenne die gekaufte Variante gar nicht, deshalb habe ich keinen Vergleich. Ich werde auch mal Haselnussmilch oder Hafermilch probieren (gesehen bei http://www.verkocht.at).

    Lieben Gruß von Lydia (die sich gerade durch deinen Blog kocht) :-)

    1. Eine ergänzende Frage habe ich: wie machst du es, dass deine Mandelmilch eine Woche hält? Ich habe jetzt schon zweimal welche gemacht und jedes Mal war sie nach 3 Tagen schlecht geworden. :-( Ich hatte diesmal nur 100g Mandeln gemacht (ergab 500 ml) und trotzdem habe ich sie nicht schnell genug verbraucht. Im selbstgemachten Nussmüsli finde ich sie nämlich unschlagbar lecker. Und mein Mädchen mochte sie auch ganz gern.

      Viele Grüße, Lydia

      1. Hmm… gute Frage. Wird sie richtig schimmlig, oder nur sauer? Ich hab die Milch das letzte Mal recht zügig verbraucht und davor im Frühjahr gemacht. Vielleicht liegt es an den wärmeren Temperaturen? Wie bei normaler Milch. Mein Kühlschrank ist auch recht kalt eingestellt und ich habe so ein Null-Grad-Fach für Fleisch. Da ich ja nun mal kein Fleisch esse, verwende ich das Fach immer für diese selbstgemachten Sahnen und Milch. Ansonsten frier doch einfach eine Hälfte ein! Zu Deinem vorherigen Komentar: Hat es im schwarzen Tee nicht geschmeckt oder geflockt? Falls es flockt, dann versuche mal die Milch durch ein feines Wäschenetz (wie für BH’s) zu filtern. Ich hab letztens auch mal eine Hälft der Mandeln durch Haselnüsse ersetzt. Mein Ding war das gar nicht, aber ich bin grundsätzlich kein großer Haselnussfan, insofern… liebe Grüße! Sina

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