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Toskana Special – Teil 1 – Tomate-”Mozzarella”

Toskana Caprese Titel - loeffelkind.de

Zu Beginn des Toskana-Specials präsentiere ich ein sehr einfaches Gericht: Tomate-Mozzarella-Salat. Zugegeben, Caprese-Salat ist weniger ein typisch toskanisches, noch ein besonders ausgefallenes Gericht. Aber es ist selbst in der Toskana so allgegenwärtig und meiner Meinung nach ein so großer italienischer Klassiker, dass ich nicht anders konnte, als mir eine vegane Alternative für Tomate mit Mozzarella zu überlegen. Ich habe schon vor ein paar Monaten zum Geburtstagsbrunch meines Freundes Tomatenscheiben mit Avocado zusammen serviert. Diese Mischung war erstaunlich gut angekommen. Selbst den nicht-Avocado-Liebhabern hat das geschmeckt! Das liegt an einem kleinen Trick, mit dem man die Avocado etwas “neutralisieren” kann …

Toskana Special - Tomate Mozzarella - loeffelkind.de

Ich war das letzte Mal kurz vor meinem 18ten Geburtstag in Italien. Damals habe ich an einem zwei-wöchigen Schüleraustausch teilgenommen, ebenfalls in der Toskana. Ich weiß noch, dass wir in Siena, in Florenz und in Pisa waren. Außerdem kann ich mich daran erinnern, dass es in meiner Gastfamilie sehr viel und sehr gutes Essen gab. So viel, dass ich mich gewundert habe, wie die Italiener es nur schaffen so schlank zu bleiben. Meine Kaffee-Sucht habe ich ebenfalls diesem Aufenthalt zu verdanken, denn zum Frühstück gab es einen riesigen Becher Espresso ohne Milch und einen Keks… Nicht gerade das geeignetste Frühstück für jemanden, der bis dahin nie Kaffe getrunken hat und ein solides Frühstück gewohnt war. Nach den zwei Wochen war ich Kaffee-technisch angefixt… bis heute.

Ansonsten waren wir, also ich und meine Mitschüler, weniger mit den kulinarischen Besonderheiten Italiens als mit Pizza, Party und unseren Sprachproblemen beschäftigt. Ich weiß aber, dass es mir dort sehr gut gefallen hat und dass ich die Leute alle total nett und die Landschaft traumhaft schön fand. Deswegen versuche ich jetzt schon seit fast acht Jahren (!) meinen Freund zu überreden nach Italien in den Urlaub zu fahren. Aus irgendeinem Grund wollte er da bisher einfach nie hin. Ich habe eine Vermutung, die stark mit der WM 2006 zusammenhängt…

Dieses Jahr war es aber soweit. Ich muss zugeben, ich habe einen schwachen Punkt ausgenutzt… Mein Freund hatte Anfang des Jahres einen wohl recht interessanten Bericht über den Florenzer Dom gelesen und nebenbei gesagt: Florenz würde ich auch gerne mal sehen. Ha!!! Das war meine Chance ;-) Die Idee habe ich ihn nicht mehr vergessen lassen. Und irgendwie habe ich es dann wohl geschafft meinen Willen durchzusetzen. Steter Tropfen und so….

Zuerst waren wir drei Tage in Rom. Die Stadt wollte ich unbedingt sehen, nachdem ich beruflich Anfang des Jahres dort ein paar Tage während einer Konferenz verbracht habe. Leider konnte ich damals nicht viel sehen und deswegen hatte ich mir vorgenommen, dass wir zumindest ein paar Tage in Rom Zwischenstopp machen müssen. Nach unserem Rom-Aufenthalt sind wir stilecht mit einem Fiat 500, alias “die Erbse”, durch die Toskana gedüst und haben auf zwei Agritourismo Urlaub gemacht. Sehr, sehr schön!! <3

Rom - loeffelkind.de

Sowohl in Rom (hier vor allem Pizza-Ideen), als auch in der Toskana habe ich tolle Ideen fürs Kochen gesammelt und mir schon im Urlaub überlegt, wie ich die Gerichte veganisieren könnte. Im Urlaub beschränke ich mich ja auf vegetarisches Essen, sonst würde mir zu viel entgehen und so weiß ich mein gelegentliches Stückchen Käse oder Pistazieneis auch richtig zu schätzen! Ein Gericht, das ich unbedingt veganisieren wollte, war Tomate-Mozzarella-Salat. Das hab ich schon immer gerne gegessen und ist so herrlich schnell zuzubereiten.

Toskana Caprese Trio - loeffelkind.de

Mozzarella schmeckt ja an und für sich nicht nach besonders viel, trägt aber vor allem durch seinen hohen Fettanteil zum Geschmack bei. Ich habe in letzter Zeit einige Rezepte zum Herstellen von veganem Mozzarella, der wohl auch sehr gut schmecken soll, gelesen. Allerdings ist damit die Einfachheit des Rezeptes gestorben. Es ist bestimmt mal einen Versuch wert, veganen Mozzarella selbst herzustellen, aber wenn es schnell gehen soll, ist das nicht wirklich geeignet. Viel besser ist hier Avocado! Den hohen, aber auch sehr gesunden, Fettanteil hat Avocado allemal und wenn man etwas trickst, kann man den typischen Avocado-Geschmack, der so vielen nicht gefällt, etwas ausgleichen. Hierzu pinsel ich die Avocadoscheiben einfach mit einem Backpinsel mit Zitronensaft ein. Das sorgt dafür, dass die Avocado nicht braun wird (wie beim Apfel) und passt geschmacklich erstaunlich gut. Klar, wer Avocado absolut nicht mag, dem wird auch die Zitrone nicht helfen.

Tomate-”Mozzarella”-Salat (eine Portion):

- eine große Tomate

- eine halbe Avocado

- etwas Zitronensaft

- Salz und Pfeffer

- ein paar Stiele Basilikum

- nach Belieben: etwas Balsamico-Essig oder -Creme

Wie bei einem normalen Caprese-Salat die Tomate in Scheiben schneiden und aus der Avocado ebenfalls Scheiben lösen (am besten gelingt das, wenn man die halbe Avocado in der Schale mit einem Messer in Scheiben schneidet und diese dann anschließen mit einem Löffel raushebt). Die Avocadoscheiben mit etwas Zitronensaft betreufeln oder besser noch mit einem Backpinsel einpinseln. Tomaten- und Avocadoscheiben auf einem Teller anrichten und mit Salz und Pfeffer würzen. Ein paar Blätter Basilikum dazu geben und mit ein bisschen Balsamico-Essig betreufeln.

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PS: Am liebsten esse ich diesen Salat auf selbstgebackenem Baguette-Brot, ähnlich wie Ciabatta, aber weniger aufwendig und Zeit-intensiv. Deswegen hier noch das Rezept für mein Lieblings-Baguette, das wirklich immer super gelingt und bei jedem gut ankommt! Es gibt weniges, was so gut ankommt wie selbstgebackenes Brot… stelle ich immer wieder fest.

Simples Baguette-Brot (für ein großes Baguette):

- 500 g Weizenmehl Typ 550

- 1 Päckchen Trockenhefe

- 2 Tl Salz

- 350 ml lauwarmes Wasser

Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Kuhle reindrücken. In die Kuhle das Wasser geben und die Hefe in das Wasser rieseln lassen. Salz an den Rand (nicht in das Wasser) geben und eine Minute warten. Anschließend alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig klebt ziemlich stark, das ist aber richtig so. Am besten lässt man den Teig eine Stunde (länger ist auch kein Problem) gehen. Aber auch eine halbe Stunde reicht zur Not, dann wird das Baguette etwas kompakter im Teig (wer wenig Zeit hat, kann die Schüssel in etwas warmes Wasser stellen). Den Backofen auf 200 °C Ober/Unterhitze aufheizen. Den fertig aufgegangenen Teig in der Schüssel mit etwas Mehl bestäuben und vorsichtig aus der Schüssel auf ein Backpapier heben. Ohne erneutes Durchkneten den Teig in Baguetteform ziehen und drücken und bei 200°C für ca 20 Minuten im Ofen backen. Das Baguette wird nicht goldig, sondern bleibt recht hell und geht weg wie warme Semmeln ;)

Wer es knuspriger haben will, kann eine Schüssel mit Wasser unten in den Herd stellen. Das verdampfende Wasser macht die Kruste etwas knuspriger. Man kann auch Zwiebeln oder Gewürze (Thymian ist mein Favorit) in den Teig geben. Dann hat man sehr einfach ein leckeres und ausgefallenes Baguette gezaubert. Wenn etwas vom Baguette übrig bleibt, kann man es am nächsten Tag etwas befeuchten und für 5 Minuten im Ofen aufbacken. Funktioniert super!

2 thoughts on “Toskana Special – Teil 1 – Tomate-”Mozzarella”

  1. Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen bei deinen wirklich tollen Bildern. Ja, ich bin immer noch dabei. Vegan gefällt mir immer besser, wenn ich mal einen Aussetzer hatte,bin ich immer froh wieder vegan zu essen. LG Heike

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