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Über’n Löffelrand… was mich sonst zurzeit beschäftigt

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Kochen ist mein liebstes Hobby, und meine Rezepte hier mit euch zu teilen, macht mir große Freude. Aber hinter meinen Rezepten und Fotos steckt natürlich noch sehr viel mehr, als ich hier zum Besten gebe. Jede Menge Rezept-Ideen schwirren in meinem Kopf, und ständig werden die Ideen in die Tat umgesetzt – mal mit guten, mal mit weniger guten Ergebnissen. Und während die ersten Beiträge bereits geschrieben und die Fotos bearbeitet werden, dachte ich, dass ich euch in der Zwischenzeit einfach mal erzähle, was mich sonst noch so küchentenchnisch auf Trab hält. Quasi ein Blick über den Löffelrand ;-) Viel Spaß!!

Um mich besser zu verstehen, muss man wissen, dass ich recht kreativ bin und immer neue Freizeit-Herauforderungen suche. Mal ist es ein Handarbeitsprojekt, mal ein sportliches Ziel, dann eine Aufräum-/Ausmistaktion, oder einfach nur ein neues Gericht, das ich auprobieren möchte. Ich bin halt ein Projektmensch… Manchmal habe ich so viele Ideen und starte so viele Projekte gleichzeitig, dass ich mich etwas überfordere und nicht hinterherkomme. Meine Mutter wundert sich immer woher ich die Energie nehme… und schimpft mit mir, wenn ich, wie im letzten Monat, krank werde… Ich gelobe Besserung!

Das sind die Projekte, mit denen ich mich in den letzten Wochen beschäftigt habe (entschuldigt bitte die Qualität der Fotos, die meisten sind nebenbei mit dem Handy geschossen):

1. Die meiste Zeit verbringe ich im Moment mit den Ergebnissen meiner Ernte :-)

Vor drei Wochen bin ich nach der Arbeit in meinem Garten von “meine Ernte” gefahren, um dort endlich mal die Früchte unserer Arbeit zu ernten. Vom Parkplatz aus sind es gute 1 1/2 km bis zum Garten. Es war ein wirklich warmer Abend und ein schöner Spaziergang am Rhein-Deich entlang. Als ich dann am Garten ankam und ich das ganze explodierte Gemüse sah, überkam mich so eine Art Ernte-Rausch… ich war sooooooo begeistert von den riesigen Kürbissen und Gurken, die dort in den Wochen davor gewachsen waren, dass ich mich hoffnungslos überschätzte. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich meine Stoffbeutel mit Zucchini, Gurken, Kürbissen und Kartoffeln befüllt und war von Kopf bis Fuß von Mücken zerstochen! Vom Unkraut jähten hatte ich rote Flecken an den Armen (ich hatte meine Handschuhe vergessen und habe eine ziemlich fiese Gräser-Allergie), und als ich dann meine Ernte zurück zum Auto schleppen wollte, musste ich einsehen, dass ich die Sachen unmöglich tragen konnte. Auf beiden Schultern schnitten mir die vollen Stoffbeutel in die Haut und in den Armen trug ich den größten Kürbis, der im Garten gewachsen war…

Damit ihr euch das Bild noch besser vorstellen könnt: ich bin ziemlich klein… mein Freund behauptet ich wäre “mini”… ich war übersäht mit seltsamen Flecken und Mückenstichen, an meinen Klamotten klebte Erde und neben den Stoffbeuteln wollte ich einen Kürbis tragen, der vier mal größer als mein eigener Kopf war. Ich muss ein erbärmliches Bild abgegeben haben. Schon nach 200 Metern musste ich einsehen, dass ich den großen Kürbis aufgeben musste (vor mir her rollen hatte ich schon versucht… hoffnunglos). Aber zu meiner großen Erleichterung bot mir eine sehr liebe Frau mit einem Korb an ihrem Fahrrad an, meinen Monster-Kürbis zu transportieren. Das Angebot habe ich natürlich angenommen und bin dann doch irgendwie halbwegs heile am Auto angekommen. Der netten Frau habe ich dann einen Kürbis geschenkt… sie muss mich für verrückt gehalten haben.

Hier ein kleiner Teil meiner Ernte ;-) Ohne Rotkohl, Wirsing, Porree und Kartoffeln.

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Nun bleibt es ja nicht nur beim Ernten. Das Gemüse muss ja auch verwertet werden. Die Gurken waren leider schon etwas überreif und eigneten sich nur noch zum Einmachen. Deswegen habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Senfgurken gemacht. Ich habe sie noch nicht probiert, aber ich finde, sie sehen klasse aus! Übrigens hat es mich nervlich zwei Jahre meines Lebens gekostet, Gummiringe für die Einmachgläser zu finden, die mir eine Freundin netterweise geschenkt hat. Bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der Gemüse einmacht???

Senfgurken - loeffelkind.de

Aus Wirsing und Porree habe ich einfach einen Old-School-Wirsing-Eintopf gemacht, und die Zucchini wandert Stück für Stück in Nudelgerichte und Salate. Den Rotkohl schnibbel ich ebenfalls roh in Salate oder befülle damit Wraps! Roher Rotkohl ist super lecker! Die Kartoffeln befinden sich in einer Holzkiste im Gartenschuppen und werden jetzt nach und nach verbraucht. Es macht mir riesigen Spaß selbst geerntete Kartoffeln zu kochen!!! (Außerdem sind es rosa Kartoffeln!)  :-)

Nun habe ich da ja auch ein paar Kürbisse geerntet…

Kürbis-Ernte - loeffelkind.de

Ich habe wirklich unterschätzt, wie groß diese Kürbisse sind und wie lange so ein zwei-Personen Haushalt von einem Kürbis essen kann. Aber weil ich Kürbisse einfach total klasse finde und dieses Monster-Teil bestimmt nicht umsonst geschleppt habe, befinde ich mich zur zur Zeit kulinarisch im Kürbis-Land. Kürbistarte (Rezept folgt bald), Kürbis-Kartoffel-Puffer, Kürbis im Salat, Kürbismuffins (nicht gelungen), Kürbis-Orangen-Marmelade (ziemlich lecker), Kürbissuppe… Ihr könnt euch also auf das ein oder andere Kürbis-Rezept freuen ;-)

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So viel zu meinen momentanen Ernte- und Einmach-Aktionen…

Was ich sonst noch so treibe?

2. ENDLICH die Kammer des Schreckens ausmisten!

Als wir vor zwei Jahren umgezogen sind, mussten wir einiges aus unserem bisherigen Keller ausmisten, weil wir in unserer jetzigen Wohnung keinen Keller mehr haben. Dafür haben wir jetzt aber eine sehr große Abstellkammer neben der Küche. Beim Einzug hatte ich eine romantische Vorstellung von einer toll sortierten und aufgeräumten Abstellkammer, wie sie immer in den Ikea-Katalogen dargestellt werden (mit Holzregalen, schicken Einmachgläsern und ganz vielen toll sortierten Boxen). Die Realität sah dann doch anders aus. Ich hatte zwar die Holzregale, darin herrschte jedoch das total Chaos… Die Kammer des Schreckens, inklusive Katzenklo. Jetzt, zwei Jahre später, haben mein Freund und ich es endlich geschafft, diese Abstellkammer gründlich auszumisten und sinnvoll zu sortieren. Und ein ganz kleines bisschen sieht es jetzt auch aus wie in einem Ikea-Katalog ;-) Zumindest kann ich jetzt auf Anhieb finden, wonach ich suche und habe auch etwas mehr Platz in den Schubladen meiner Küche schaffen können. Bei Strauss habe ich heute noch so hübsche Vorratskörbe für Zwiebeln und Kartoffeln gesehen… die wären natürlich das i-Tüpfelchen in meiner Abstellkammer…

3. Mir rote Bete schmackhaft machen

Rote Bete ist gesund und liefert viel Eisen. Weil ich schon immer ein kleines Eisen-Mangel-Problem hatte und ich befürchte, dass meine momentane Abgeschlageheit und Dauer-Erkältung vielleicht auch auf Eisen-Mangel zurückzuführen sind, versuche ich öfter mal rote Bete in meinen Speiseplan einzubauen. Leider finde ich das Zeug wirklich ekelig. Im Salat mit gaaaanz vielen anderen Zutaten und einem kräftigen Dressing geht es noch, aber sonst werden rote Bete und ich einfach nicht warm miteinander. Ich werde es jetzt mal mit Smoothies versuchen. Drückt mir die Daumen! Ansonsten bin ich dankbar für gute Rezeptideen!

Kleiner Nachtrag: Der Smoothie war leider ein ziemlicher Reinfall… Also wer ein leckeres Rote-Bete-Rezept hat, ich freue mich auf Ideen! :-))

4. Die Jahrhundert-Saga von Ken Follett

Ich liebe es Hörbücher beim Kochen zu hören! Ich kann total in einer Geschichte versinken, während ich Gemüse schnibbel und in Töpfen rühre… Das hat fast schon etwas meditatives. Nachdem ich die letzten Monate damit verbracht habe alle Jane Austen Romane zum wiederholten Male rauf und runter zu hören, habe ich mich von meinem Freund überzeugen lassen und gerade den ersten Teil der Jahrhundert-Saga von Ken Follett begonnen – Sturz der Titanen. Bisher gefällt es mir ganz gut, mal gucken ob das in den weiteren 35 Stunden (!!) so bleibt. Aber die Chancen stehen gut, denn historische Romane gefallen mir eigentlich immer sehr.

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